Wohn- und Bürogebäude
Versicherungshaus Fa. Hiller
Mehrgeschossiger Holzbau in der Stadt
Es war schon eine kleine Sensation: mitten in der Altstadt von Biberach entstand ein dreieinhalbgeschossiges Wohn- und Bürogebäude.
Durch vorgefertigte Holztafelelemente ließ sich halbwegs störungsfrei in der Enge der Altstadt arbeiten und eine wetterfeste Gebäudehülle innerhalb von vier Wochen aufstellen. Eingezogen sind eine der größten deutschen Allianzagenturen sowie fünf Familien.
Kälte- und Wärmepumpe
Abwärmenutzung






Fotografie: Dieter Ege
Schnelle Bauweise für innerstädtische Bauvorhaben
Vier Häuser standen vorher auf dem Grundstück, drei davon über 100 Jahre alt, vernachlässigt und nicht mehr zu sanieren. Die Baubehörde legte fest, dass nicht ein großes, sondern zwei kleine Gebäude entstehen sollen: das eine traufständig, das andere giebelständig, harmonisch in die historische Bausubstanz der Umgebung eingefügt. Dabei war es wichtig den Aufbau schnell und geräuscharm zu vollziehen. Der schnelle Baufortschritt faszinierte, die Baustelle geriet zum regionalen Ereignis und zog täglich Schaulustige an.
Ein Wohn- und Bürogebäude im Herzen der Altstadt
Der Bürgermeister schwärmt von einer „Renaissance des Holzbaus in der Altstadt.“ Die mit Gipsplatten beplankte Holrzahmenkonstruktion erfüllt den Anforderungen an den Brandschutz. Der Treppenhauskern mit Aufzugsschacht wurde betoniert und zur Aussteifung herangezogen.
Zusammenspiel von Gebäudehülle und Haustechnik
Bei der Planung legten die Bauherrn Wert auf den Einsatz verschiedener Baustoffe sowie auf ein abgestimmtes Zusammenspiel von Gebäudehülle und Haustechnik.
Die Konstruktion des Mehrgeschossers entspricht dem Passivhausstandard. Die Holzrahmen sind mit Mineralfaser ausgefacht und um eine innenliegende gedämmte Installationsebene ergänzt. Auf der Außenseite befindet sich ein Holzfaser-Wärmedämmverbundsystem.
Ergänzt wird die Gebäudehülle durch ein darauf abgestimmtes Haustechniksystem. Wärme, die beispielsweise durch Sonneneinstrahlung, Beleuchtung, elektrische Geräte oder Körperwärme entsteht, wird dabei genutzt.
Eine Kälte- und Wärmepumpe wird zum Heizen, zur Warmwasserbereitung und im Sommer zum Kühlen der Räume eingesetzt. Auch die Abwärme der Computer wird zur Wärmenutzung herangezogen.